Dienstag, 17 Oktober 2017

Waren Sie schon mal in der Situation einen Notruf absetzen zu müssen? Wenn ja erinnern Sie sich bestimmt, dass einem in dieser Situation oft vor Aufregung die notwendigen Informationen entfallen.


Wir helfen Ihnen sich die notwendigen Informationen besser merken zu können.
Folgende Informationen muss die Rettungsleitstelle bei einem Notruf von Ihnen erhalten.

Diese 5 W-Fragen werden benötigt:

Wo ist es passiert? (Ort, Strasse, Hausnummer, Autobahn, Richtung, laufender Kilometer)
Was ist passiert? (Feuer, Verkehrsunfall, Gefahrgutunfall usw.)
Wie viele Verletzte gibt es? (ein Verletzter oder mehrere Verletzte, Verletzungsgrad, eingeklemmt)
Wer meldet den Notfall? (Name, Vorname, Rufnummer für Rückfragen)
Warten Sie auf mögliche Rückfragen

Allgemein gilt:

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Situation. Sie brauchen keine Angst vor dem Absetzen des Notrufs haben. Wenn Sie in der Eile vergessen Informationen anzugeben, werden sie vom Rettungsleitstellenpersonal danach gefragt.

Nach dem Absetzen des Notrufs nehmen Sie Erste-Hilfe-Maßnahmen vor. Sollte die Unfallstelle noch nicht abgesichert sein, sollten Sie dies umgehend vornehmen, damit kein weiterer Schaden angerichtet werden kann. Ein Notruf ist grundsätzlich kotenlos - auch über ein Handy oder aus einer Telefonzelle. Die Notrufnummern 112 und 110 sind in Telefonzellen freigeschaltet. D.h., sie können ohne Münzen oder Telefonkarte im Notfall benutzt werden.

Wichtig:

Auch mit Handys ohne Guthaben können Sie einen Notruf absetzen. Auch im europäischen Ausland erreichen Sie über die 112 die nächstgelegene Rettungsleitstelle.

Auch Ihren Kindern sollten Sie das Absetzen eines Notrufes lernen. Allerdings sollten sie Ihren Kindern auch klar machen, dass ein missbräuchlicher Notruf verboten ist und dieser für Sie als Eltern teuer werden kann. Denn "Anrufen und wieder Auflegen" funktionert nicht da Ihre Rufnummer in der Leistelle immer angezeigt wird. Leider sind immer noch ca. 80% aller eingehender Notrufe Unfug.

Noch ein Tipp:

Speichern Sie die Notrufnummer Ihres Autoclubs - sofern Sie Mitglied sind - in ihr Handy ein. Der ADAC zum Beispiel hat die Kurzwahl 222222. Auf Autobahnen können Sie auch über die Notrufsäulen um Hilfe bitten. Die Notrufnummer 110/112 sollten sie nur im Notfall anwählen.